Wir für Sie

Wir begleiten bei schwerer Krankheit und in der letzten Lebensphase bis zum Tod – zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim,

unterstützen Familien und Zugehörige,

vermitteln weitere ambulante Hilfen und Überleitung in stationäre Einrichtungen,

begleiten in der Trauer – Erwachsene und Kinder, einzeln oder in der Gruppe.

Wir beraten bei Fragen zu Patientenverfügungen und Palliativversorgung,

arbeiten kostenlos, unterliegen der Schweigepflicht und sind konfessionell nicht gebunden,

bieten regelmäßig Hospizfrühstücke, öffentliche Veranstaltungen und Vorträge, Vorbereitungskurse für Ehrenamtliche und Bücher zum Ausleihen.

Waldspaziergang

“Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur,
die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.”

IRMGARD ERATH

Unsere Angebote

Begleitung am Lebensende

Begleiter:innen stehen schwerkranken oder alten Menschen in den verschiedenen Abschnitten der Krankheitsverarbeitung und des Sterbens zur Seite. Hier geht es in erster Linie um Lebensbegleitung, ohne dass der Tod dabei zwingend unmittelbar bevorsteht.

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Sterbebegleitung erwächst aus dem sozialen Miteinander, weil alle Menschen in ihrer letzten Lebensphase Zuwendung und Unterstützung brauchen.

Uns ist ein frühes Kennenlernen wichtig, um dieses Begleiten persönlich auf die Wünsche des Patienten und dessen Zugehörige abzustimmen. Denn eine gute Begleitung setzt auch immer eine fundierte persönliche Kenntnis der jeweiligen Werte und Wünsche voraus.

Unsere ehrenamtlichen Hospizbegleiter:innen sind dort im Einsatz, wo Menschen ihren gewohnten Lebensmittelpunkt haben und behalten wollen.

In der Begleitung bis zum Tod geht es um emotionale Unterstützung, Hilfen bei persönlichen Angelegenheiten und spirituelle Begleitung. Die gemeinsam verbrachte Zeit kann auf vielfältige Art gestaltet werden, sei es durch Zuhören, gemeinsames Schweigen, Gespräche, kleine Ausflüge, Organisation letzter Wünsche, Begleitung zu belastenden Terminen oder einfach nur DASEIN.

Die ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter:innen in der Begleitung am Lebensende haben eine qualifizierte Vorbereitung im Umgang mit Schwerkranken, sind unentgeltlich tätig, nehmen regelmäßig an Fortbildungen und Supervisionen teil und unterliegen der Schweigepflicht.

Beratung

Bei einem ersten Gespräch bei Ihnen vor Ort oder in unserem Hospizbüro nehmen wir als hauptamtliche Koordinatorinnen ihre Fragen, Wünsche und Ängste wahr und organisieren auf Wunsch die weitere Begleitung. Wir unterstützen Betroffene und ihre Zugehörigen in allen Belangen der allgemeinen palliativen, psychosozialen und spirituellen Versorgung. Hierbei ist uns die Einbindung aller benötigten Professionen wichtig, um ein stabiles Netzwerk zu schaffen.

Die Mitarbeitenden klären über krankheitsbedingte Veränderungen auf, helfen bei der Hilfsmittelversorgung und bei der Einstufung in die Pflegeversicherung. Vorausschauend werden mögliche Krisen im Krankheitsverlauf angesprochen und individuell über die Möglichkeiten der persönlichen Vorsorge für die letzte Lebensphase, insbesondere zur Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung informiert.

Versicherte haben nach § 39b Abs. 1 SGB V einen Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfestellung zu den Leistungen der Hospiz- und Palliativversorgung.

Trauerarbeit

Den Tod eines geliebten Menschen auszuhalten, zu ertragen, zu begreifen ist Trauer. Trauer tut weh, sie ist mehr als „nur“ Weinen – sie ist Ausdruck der Liebe zur verstorbenen Person. Trauer braucht Raum und Zeit, sie braucht Trost und Kraft.

Was bleibt, was ändert sich und was wird neu werden müssen?

Qualifizierte ehrenamtliche Hospizmitarbeiter:innen in der Trauerbegleitung haben eine zusätzliche Ausbildung im Umgang mit Trauer. Sie nehmen regelmäßig an Fortbildungen und Supervisionen teil und unterliegen der Schweigepflicht.

In einem geschützten Rahmen bieten wir verschiedene Modelle der Trauerbegleitung an. Diese Angebote sind kostenfrei. Um Spenden wird gebeten.

unsere Angebote im Detail

Sprechstunde für trauernde Menschen
Die Trauersprechstunde ist ein Angebot, das sich an Einzelpersonen und Familien wendet, die sich ein offenes Ohr für die Sorgen, Nöte und Gedanken wünschen, die Trauer mit sich bringen kann.

Sie finden an jedem 2. Dienstag eines Monats von 17.00 bis 19.00 Uhr in Neustadt und jeden 2. Mittwoch im Monat in Wunstorf statt.

 

Individuelle Begleitung
In der Trauer treten oft viele Fragen auf: Wie trauere ich richtig? Wann hört meine Trauer auf? Wer versteht mich? Manchmal ist es in der persönlichen Trauer schwer, den empfundenen Schmerz mit dem Alltag, den Ansprüchen an die Familie und den Beruf in Einklang zu bringen. Gemeinsam können wir in Einzelgesprächen individuelle Antworten und Wege finden.

 

Individuelle Begleitung von Kindern mit ihrer Familie
Manchmal erleben Kinder schon früh auf schmerzhafte Weise den Verlust eines geliebten, nahestehenden Menschen. Kinder drücken ihre Trauer und ihren Schmerz nicht immer durch Tränen oder Worte aus. Die Gefühle sind vielfältig und oft widersprüchlich. Manchmal zeigen sie sich auch durch Bauch- und Kopfschmerzen, in ängstlichen Träumen, Schlaflosigkeit oder innerer Unruhe.

Wir wollen die Kinder auf ihrem persönlichen Weg begleiten, indem wir zuhören, da sind und Anregungen geben.

 

Trauer in Bewegung
Wir möchten mit der Trauer bei einem gemeinsamen Spaziergang in Bewegung kommen. Dabei können Erfahrungen ausgetauscht und neue Perspektiven gefunden werden.

Am 3. Sonntag eines Monats treffen wir uns um 11.30 Uhr am Parkplatz “Alten`s Ruh” in Wunstorf. Wir gehen für ca. eine Stunde bei jedem Wetter.

 

Trauergruppe für Erwachsene
Der Austausch, das Erinnern, das „Gehaltensein“ in einer Gruppe von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen kann das Trauern erleichtern. Gemeinsam wollen wir uns auf die Suche nach unseren Kraftquellen machen und Möglichkeiten der Unterstützung in schwierigeren Phasen kennenlernen.

Trauergruppen werden mit einer begrenzten Teilnehmerzahl und in einem festgelegten Zeitraum durchgeführt.

OFFENES BÜRO

Zeit für Fragen, Beratung, Bücherausleihe
Infos zur Patientenverfügung

WUNSTORF
Arnswalder Straße 20 (Link zu Google-Maps)
Telefon 05031 94 90 300

NEUSTADT
An der Liebfrauenkirche 5 – 6 (Link zu Google-Maps)
Telefon 0162 63 86 502

Café Immergrün

Das “Café Immergrün” öffnet seine Türen regelmäßig am ersten Sonntag im Monat von 14.30 – 16.30 Uhr in der Gärtnerei Steigert, Nordrehr 6, in Wunstorf (Link zu Google-Maps).

Bei Kaffee und Kuchen stehen ehrenamtlich Mitarbeitende von DASEIN für Gespräche zur Verfügung. Das Café ist ein Gemeinschaftsprojekt der Diakonin Karola Königstein, den Kirchengemeinden der Region Süd, der Gärtnerei Steigert und dem Hospizdienst.

Hospizfrühstück

Wir wollen gemeinsam frühstücken und uns Zeit nehmen für Gespräche. Zu einem von ehrenamtlich Mitarbeitenden vorbereiteten Thema kann sich anschließend ausgetauscht werden.

Um eine Kostenbeteiligung wird gebeten

NEUSTADT
jeden 2. Dienstag im Monat 9:00 – 11:00 Uhr
Begegnungsstätte, Silbernkamp 6 (Link zu Google-Maps)

WUNSTORF
jeden 4. Mittwoch im Monat 9:00 – 11:00 Uhr
Gemeindehaus der Stiftskirche (Link zu Google-Maps)

ANMELDUNG UND RÜCKFRAGEN

Wenn Sie an einem unserer Angebote teilnehmen möchten oder Rückfragen dazu haben, rufen Sie uns gerne an oder schicken eine E-Mail.

Für die Teilnahme an einem der Trauerangebote bitten wir um einen finanziellen Beitrag, für den eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden kann.

05031 94 90 300

0162 63 86 502

hospizdienst.dasein@evlka.de

Unser Kursangebot

KURS "Sterbende begleiten lernen"

Der Kurs hat zum Ziel, sich mit dem Thema Sterben und Tod auseinander zu setzen. Die Teilnahme befähigt zu ehrenamtlicher Mitarbeit im Hospizdienst.

Hospizarbeit bedeutet vor allem die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden, deren Zugehörigen und Trauernden.

Inhalte & Voraussetzungen

Inhalt

  • die Vermittlung von Informationen und Kenntnissen (z.B. Sterbe-  und Trauerphasen, Kommunikation, Rituale, Thematische Angebote)
  • die Einübung von Fertigkeiten (z.B. Gesprächsführung, Wahrnehmen und Verstehen)
  • die Auseinandersetzung mit persönlichen Einstellungen und Erfahrungen, Gefühlen und Verhalten im Blick auf Sterben und Tod, Trauer und Abschied
  • das Einüben und Aneignen einer annehmenden und wertschätzenden Haltung.

Vorrausetzungen für die Teilnahme
ist in erster Linie die Bereitschaft und Offenheit, sich einzulassen auf

  • ein vielfältiges Erleben im Zusammenhang mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer
  • die Beschäftigung mit sich selbst, der eigenen Biografie, den eigenen Stärken und Grenzen
  • die Mitarbeit und das Lernen in der Gruppe
  • den christlich begründeten Leitgedanken des Kursmodells und spirituelle Fragen sowie
  • die verbindliche Teilnahme am Kurs.

WICHTIG: Der Kurs dient der Befähigung, Sterbende zu begleiten, nicht der Bearbeitung eigener akuter Trauer- oder Krisensituationen!

Sterbende begleiten lernen

Infoabend am 18. Januar 2024 um 18:30 im Konferenzraum Krankenhaus Neustadt, Lindenstr. 75, 31535 Neustadt

KURS "Letzte Hilfe"

Was kann ich tun, wenn jemand in meinem Umfeld schwer erkrankt und sterben wird? Jeder Mensch kommt irgendwann mit dem Thema in Berührung, wir wollen den Menschen die Möglichkeit geben, konkret zu handeln.

Am Ende wissen, wie es geht. Wir vermitteln das “kleine 1×1 der Sterbebegleitung”, das Umsorgen von schwerkranken und sterbenden Menschen am Lebensende.

In einem 4-stündigen Kurs werden die Themenmodule „Sterben ist ein Teil des Lebens“, „Vorsorgen und Entscheiden“, „Leiden lindern“ und „Abschied nehmen“ erörtert.

Filme zum Thema

Youtube Screen

Das kann Hospizarbeit!

Ein Informationsfilm über ambulante Hospizarbeit von Nici Friedrichsen

Youtube Screen

Ich begleite (sterbende) Menschen

Junge Menschen begleiten ehrenamtlich Schwerstkranke und Sterbende. Das könntest du nicht? Schau dir an, warum das Ehrenamt in der Hospizarbeit so besonders ist. Das Drehbuch zum Film haben wir zusammen mit jungen Menschen geschrieben, die sich bereits in der Hospizbegleitung engagieren.

Für Ohren und Seele

Liedtext anzeigen

Der Himmel über uns ist weiß, der Schnee fällt niemals warm.
Halt meine Hand und küss mich, vielleicht wache ich auf.
Schenk mir deinen Glauben – und atme.
Warum ist es Winter, wenn ich geh?

Der Wind greift nach den Wolken, der Mond bleibt auch nicht jung.
Halt meine Hand und küss mich, vielleicht wache ich auf.
Schenk mir deinen Glauben – und lächel.
Warum ist es Winter, wenn ich geh?

Zu zählen sind die Worte, und dünn ist unsre Zeit.
Halt meine Hand und küss mich, vielleicht wache ich auf.
Schenk mir deinen Glauben – und träume.
Warum ist es Winter, wenn ich geh?

Gesa Elsner (2015)

Liedtext anzeigen

Wenn Worte dir nichts Gutes mehr verheißen,
erklärst du dem Schweigen den Tod.
Willst deine Sehnsucht benennen, das Leben bekennen,
im weißen Morgenlicht hinter alle Himmel seh’n.

Wenn Hoffnung ihren festen Grund verliert,
singst du dem Glauben dein Lied.
Willst deine Träume beschreiben, den Sommer noch bleiben,
im weißen Morgenlicht hinter alle Himmel seh’n.

Schließ‘ die Augen, bleib‘ bei dir – dein Blick geht tiefer.
Gegen die Enge der Zeit, gegen die Enge der Angst,
wird nun dein Herz leicht, wird deine Seele weit.

Wenn Arme nun liebevoll dich halten,
bist du uns einen Schritt voraus.
Willst uns dein Herzenswort sagen, nichts mehr fragen,
im weißen Morgenlicht hinter alle Himmel seh’n.

Schließ‘ die Augen, bleib bei dir – dein Blick geht tiefer.
Gegen die Enge der Zeit, gegen die Enge der Angst,
wird nun dein Herz leicht, wird deine Seele weit.

Gesa Elsner (2015)

Ihre Ansprechpartnerinnen

Sabine Behm

Sabine Behm

Koordinatorin
examinierte Krankenschwester
Fachqualifikation Palliativ Care

0162 63 86 502
hospizdienst.dasein@evlka.de

Heike Hendel

Heike Hendel

Koordinatorin
examinierte Krankenschwester
Fachqualifikation Palliativ Care

01512 811 88 57
hospizdienst.dasein@evlka.de

Gianna Grams

Gianna Grams

Soziale Arbeit/Sozialpädagogin B.A.
Examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachqualifikation Palliativ Care

hospizdienst.dasein@evlka.de